Österreicher bei internationalem Hacker-Wettbewerb weit vorne

Hacker Figur Das Hacker-Team der TU Wien belegte beim internationalen Wettbewerb in Santa Barbara den 2. Platz. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de ➧

Das Team der TU Wien glänzte auch in diesem Jahr beim internationalem Hacker Wettbewerb International Capture The Flag (iCTF). Nachdem sie bereits 2011 als Sieger hervorgingen, belegten sie nun den zweiten Platz. Die österreichischen Hacker lagen nur knapp hinter einem Hacker-Team aus den USA.

Was sonst eigentlich verboten ist – fremde Netzwerksysteme ausspionieren, attackieren, lahmlegen – all das ist beim internationalen Wettbewerb iCTF ganz legal möglich. Teams aus der ganzen Welt fackeln nicht lang, wenn die Universität von Santa Barbara (USA) zum großen Hacker-Wettbewerb einlädt. Bereits zum elften Mal veranstaltete die Uni den internationalen iCTF.

In diesem Jahr traten gleich 98 internationale Internetsicherheitsteams von Universitäten an. Sie alle hatten eines zum Ziel: den Sieg. Doch dieser ist gewiss nicht leicht zu erhaschen, denn die Hacker-Teams wissen vorher nicht, was auf sie in den fortlaufenden Stunden zu kommt.

Die Teilnehmer bekommen erst am Wettbewerbstag um 17 Uhr ihre Server zugewiesen. Diese müssen vor den anderen Teams verteidigt werden. So wurde bis in die frühen Morgenstunden mit großem Ehrgeiz gehackt. Trotz großer Zeitverschiebung kam das Team Wien mit den her gewöhnungsbedürftigen Arbeitszeiten problemlos zu recht.

Pluspunkte bei Angriffen auf gegnerische Teams

Die Server und auch die dort installierten Programme waren für alle Teams identisch. Allerdings erhielten die Teilnehmer im Laufe des Wettbewerbs eine Reihe von Sicherheitsschwachstellen, die sie schnell erkennen und reparieren mussten. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend genutzt, um die anderen Teams zu attackieren und deren Programme zum Stillstand zu bringen. Punkte gab es dann, wenn die eigenen Programme trotz der Angriffe am Laufen gehalten werden konnten. Erkannten Teilnehmer, dass sie von anderen attackiert wurden oder konnten erfolgreiche Attacken auf die anderen Server umleiten, so erhielten sie nochmals Punkte.

Das Team-Wien spielte sich schnell nach vorne, sodass eine Platzierung in den vorderen Reihen schnell absehbar war. Kein Wunder, befanden sich doch unter dem Team der TU Wien nicht nur Studierende der Lehrveranstaltung “Advanced Internet Security”, sondern auch Vortragende. Sie alle konnten mit ihrem Wissen zur zweiten Platzierung beitragen. Wegen technischen Schwierigkeiten ist der Wettbewerb vorzeitig beendet worden, der erste Platz hätte also noch erreicht werden können.

Zwar läuft nach Angaben der Hacker-Experten so ein Wettbewerb deutlich hektischer ab als die tägliche Arbeit eines IT- Sicherheitsexperten, doch laut den Experten seien die notwendigen Fähigkeiten für einen solchen Wettbewerb im Grunde dieselben. Ein Unterschied bleibt allerdings: Die Hacker wussten bereits im Vorfeld, dass in ihrem System Schwachstellen eingebaut sind und dass die anderen Teams versuchen würden, diese für sich und ihre Attacken zu nutzen.

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