Studenten treiben Wirtschaft an Wiener Uni lässt die Kassen klingeln: Studie macht Hochschule an wichtigen Wirtschaftsfaktor aus

Wien Über eine Milliarde Euro spült die die Uni Wien jährlich in die Kassen der Hauptstadt . Foto: Gert Schmidinger / pixelio.de ➧

Rund fünf Prozent der Einwohner Wiens absolvieren ein Studium an der dortigen Uni. Sie bringen eine Kaufkraft von über einer Milliarde Euro mit. Somit ist die Uni ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Stadt und der angrenzenden Regionen.

Eine Kaufkraft von 1,13 Milliarden Euro im Jahr beschert die Universität in Wien der österreichischen Landeshauptstadt. Das geht aus einer Wertschöpfungsstudie hervor, die am Institut für Stadt- und Regionalentwicklung der Akademie der Wissenschaften für die Hochschule erstellt wurde.

Basis der Studie bildet unter anderem das „wertschöpfungsrelevante Einkommen“

Für die Untersuchung wurden die Ausgaben der etwa 91.000 Studierenden, Sach-, Bau- und Investitionsausgaben sowie das „wertschöpfungsrelevante Einkommen“ von rund 9.400 Mitarbeitern genauer betrachtet. Am Ende ergibt sich der oben genannte Wert. Ausgerechnet die Studenten erwiesen sich im Rahmen der Untersuchung als die Gruppe mit den höchsten Ausgaben. Sie allein tragen bereits mit 827 Millionen Euro zu der Milliarde bei. Damit einher geht die Schaffung von 4.300 Jobs. Derzeit studieren etwa 5 Prozent der Wiener an der heimischen Uni.

Die in der Studie festgestellten Zahlen nimmt Rektor Heinz Engl zum Anlass, Kritik am niedrigen Budget zu üben. Von allen Studierenden in Österreich sind 30 Prozent an der Uni Wien anzutreffen. Im Gegenzug dazu kommen der Hochschule allerdings nur 15 Prozent des Uni-Budgets zu. Der Anteil des Personals beläuft sich auf 18 Prozent.

Uni drittgrößter Arbeitgeber im Raum Wien

Deshalb will Karl Schwaha, seines Zeichens Vizerektor der Uni Wien und für die Infrastruktur zuständig, in der Zukunft noch mehr auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen setzen. Bereits heute ist die Universität der drittgrößte Arbeitgeber im Raum Wien. Geschlagen geben muss man sich nur der Stadt Wien mit 21.400 Beschäftigten und dem Stadtschulrat mit 11.300 Mitarbeitern. Da muss selbst das größte privatwirtschaftliche Unternehmen Siemens mit seinen gerade einmal etwa 6000 Mitarbeitern passen.

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