Uni-Ranking Österreichische Universitäten fallen in Ranglisten zurück

Uni Wien Österreichische Hochschulen schneiden im internationalen Vergleich schlecht ab. Unter die 200 Besten schaffte es einzig die Uni Wien. Foto: Gryffindor / wikimedia / cc-by-sa 2.5 ➧

Die Universitäten fallen im internationalen Ranking zurück. Grund hierfür sind die geringen finanziellen Mittel im Hochschulbereich.

Im aktuellen „Times Higher Education World University Ranking“ schneiden österreichische Hochschulen schlecht ab. Zwar ist die Universität Wien erneut als einzige österreichische Hochschule unter die Top 200 gekommen, doch im Vergleich zum Vorjahr fällt sie von Platz 139 auf Platz 162 zurück. Die Uni Innsbruck landete wie schon 2011 auf den Plätzen 201 bis 225. Die Linzer Johannes Kepler Universität liegt mit der Platzierung 301 bis 350 sogar noch dahinter. Im Ranking der jungen Universitäten kommt die Linzer Uni auf Platz 41.

Das schlechte Abschneiden der heimischen Hochschulen lässt befürchten, dass diese bald ganz aus dem Ranking herausfallen. Um das zu verhindern, müssten zuerst die Budgets der Universitäten aufgestockt werden, so die Kritik gegenüber der Bildungspolitik. Veröffentlichte OECD-Daten belegen, dass Österreich weniger Mittel für den Hochschulbereich aufwende als der OECD-Schnitt.

Kritik am Ranking-Verfahren und Reformwille

Unterdessen werde Stimmen laut, die die Vorgehensweise das Ranking kritisieren. Geistes- und Sozialwissenschaften kämen zu kurz, was beispielsweise die Platzierung der Uni Wien nach unten ziehe.

Dennoch: Der Rückfall der österreichischen Universitäten müsse „zu denken“ geben, sagte der Präsidenten der Universitätskonferenz Heinrich Schmidinger. Und auch der Wissenschaftsminister Karlheinz-Töchterle will, dass der Privatanteil an Investitionen stärker miteinbezogen wird. Töchterle fordert seit Langem die Einführung von Studiengebühren, kann sich damit aber nicht durchsetzen.

Die Rektoren drohen damit, die Budgetverhandlungen zu blockieren, wenn es bei den Studiengebühren und den Zugangsbeschränkungen nicht weiter vorangeht. Die Uni-Rektoren hatten Mitte September angekündigt, Ernst zu machen: Sollte es in Sachen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren keine fixen Zusagen von der Regierung geben, könnten sie kollektiv die Unterschrift unter die Leistungsvereinbarungen verweigern.

In Zukunft soll mehr Geld in die Uni-Budgets gesteckt werden

Von 2013 bis 2015 erhalten die Hochschulen zu den rund 6,5 Milliarden Euro des regulären Uni-Budgets auch Mittel aus der „Hochschulmilliarde“. 300 Millionen Euro umfasst diese für die Uni-Grundbudgets. 450 Millionen Euro an „Hochschulraum-Strukturmitteln“ werden im Wettbewerb etwa für prüfungsaktive Studenten oder Kooperationen mit anderen Hochschulen vergeben. Dazu kommen 240 Millionen Euro an „Offensivmitteln“.

Die Rektoren forderten zuletzt eine Umwidmung sämtlicher Mittel, um sie in den Grundbudgets zur Verfügung zu haben. Nur so könnte der Status quo aufrechterhalten werden. Demnach dürfen auch die zusätzlichen Gelder in die Grundbudgets der Hochschulen

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