Studienplätze Uni-Zugang: Töchterle verteidigt geplante Maßnahmen

Töchterle Bildungsminister Töchterle verteidigt die Pläne zur Umstrukturierung des Lehramtsstudiums. Foto: Manfred Werner - Tsui / wikimedia / cc-by-sa 2.5 ➧

Wissenschaftsminister nahm den Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz, kurz uniko, zum Anlass, um die geplanten Maßnahmen zur Studienfinanzierung und zur Lehrerausbildung zu verteidigen. Die Tageszeitung „Der Standard“ berichtete darüber ausführlich in ihrer Ausgabe vom 9. Jänner 2013.

Töchterle sagte in seiner Rede anlässlich des Neujahrsempfangs, dass er sich durchaus darüber bewusst sei, dass die Rektoren der Universitäten mit dem jetzt auf dem Tisch liegenden Modell zur Studienfinanzierung nicht zufrieden seien. Nach ihrer Ansicht seien zu wenig Fächer einbezogen, sodass sich Verdrängungseffekte ergeben könnten. Doch vor dem Hintergrund weltweit expandierender Hochschulausbildung sei es nicht denkbar, die Anzahl der Studienplätze zurückzufahren. Trotzdem sei eine transparentere Finanzierung der Hochschulen möglich, und auch die Verhältnisse bei der Betreuung der Studenten könnten verbessert werden. In erster Linie sei dies durch eine Begrenzung der Studentenzahlen in den besonders betroffenen Fächern möglich, und die Finanzierung zusätzlichen Personals würde ebenfalls einen positiven Effekt haben. Dies sei mit dem jetzt vorgestellten Modell durchaus erreichbar.

Töchterle weist Kritik an Lehrerausbildung zurück

Ein anderes Thema war die Lehrerausbildung. Die von den Rektoren geäußerte Kritik am für die gemeinsame Lehrerausbildung vorgesehenen Zertifizierungsrat wies Töchterle zurück. Damit sei keine Einschränkung der Universitäten hinsichtlich der ihnen vorbehaltenen Aufgaben verbunden. Töchterle betonte, dass der Rat lediglich der Qualitätssteuerung dienen solle.

Stärkere Zusammenarbeit zwischen PHs und Unis geplant

Mit den Unis und den PHs gebe es derzeit zwei für die Lehrerausbildung zuständige Institutionen. Die Wissenschaft sei an den Unis zu Hause. Aber man müsse davon so viel wie möglich in die Ausbildung der Lehrer an den PHs einfließen lassen. Deshalb sei unbedingt eine stärkere Kooperation zwischen Unis und PHs notwendig. Es liege ihm aber fern, von einer Zwangsehe zu sprechen.

Uniko-Präsident Heinrich Schmiedinger zeigte sich in seinem Vortrag mit Töchterle damit einig, dass die Kommunikation bei derart heiklen Themen größerer Sorgfalt bedürfe. Nach seinen Worten sei die hochschulpolitische Wirklichkeit nur so gut oder so schlecht, wie sie von den Beteiligten kommuniziert würde.

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