Studienreformen Uni-Finanzierung – Aus Sicht der Studenten

Studenten Die ÖH will alle Hochschulforen zusammen legen und generell mehr Rechte für die Unis. Foto: Barney O´Fair / pixelio.de ➧

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) hat ein eigenes Modell entwickelt und fordert, dass Pädagogische Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten zu einem gemeinschaftlichen Hochschulsektor zusammengelegt werden. Aus rein öffentlichen Mitteln soll dieser einheitlich finanziert werden. Zwar hat der Wissenschaftsminister Töchterle bereits einen Hochschulplan ausgearbeitet, jedoch legen die Studenten einen Gegenplan vor.

Bisher wurde der Hochschulplan vom Wissenschaftsminister noch nicht vorgelegt, die Studenten haben bereits ein Gegenkonzept ausgearbeitet, das knapp 170 Seiten umfasst. In der Aula der Akademie der Bildenden Künste, an der 2009 die Studentenproteste ihren Anfang nahmen, präsentierte die ÖH Ende März 2012 ihr Gegenmodell unter den Namen „Forum Hochschule“. Das Gegenkonzept wurde durch die Studentenproteste angeregt, so der ÖH-Vize Martin Schott. Die ÖH ärgert sich sehr darüber, dass sie bei der Erstellung in den Plan des Ministers nicht genug eingebunden wurde.

Für eine Reform des tertiären Sektors haben sich Experten, Lehrende und Studenten fast fünf Monate zusammengesetzt und an ihren Vorstellungen gefeilt. In wichtigen Punkten kommen sie dabei natürlich nicht mit den Vorstellungen des Wissenschaftsministers auf einen Nenner. Nicht zu diskutieren sind für die Studenten dabei die Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren.

Reform laut der Studenten

Nach den Studenten müssten einige neue Reformen geschaffen werden, etwa bei der Finanzierung, Organisation und der Struktur der Uni, sowie

bei der Lehre und dem System des Stipendiums. Sie fordern die Zusammenfassung der Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten. Ebenso sollen die Strukturen der Entscheidungen zu ihren Gunsten verschoben werden. Sie fordern eine neue Definition der Uni-Autonomie und gleichermaßen, dass die Hochschulen nicht mehr beim Ministerium als Bittsteller auftreten müssen. Laut der ÖH müssten ihnen Gelegenheiten geboten werden, dass sie gegen das Ministerium rechtliche Schritte einleiten können, wie es erst vor kurzem die Wirtschaftsuni Wien mit Erfolg unternommen hat. Nach Meinung der Studierenden sollte der Großteil der Mittel nach einer bestimmten Vorgabe verteilt werden, die ähnlich ist wie die Studienplatzfinanzierung des Wissenschaftsministers.

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