Bachelor-Absolventen Studenten beklagen mangelnde Unterstützung

Bibliothek Keine gute Job-Aussichten für Bachelor-Absolventen. Foto: olga meier-sander / pixelio.de ➧

Drei Viertel der Studenten an der Innsbrucker Universität finden, dass sie nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet wurden. Mehr als die Hälfte sind deshalb mit dem Bachelor-Abschluss nicht zufrieden, sondern streben den Master an, mit dem sie sich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausrechnen. Das geht aus den Ergebnissen einer Umfrage der Hochschülerschaft Innsbruck hervor, die jetzt von der Tiroler Tageszeitung veröffentlicht wurde.

Die Befragung erfolgte europaweit im Rahmen des „Tredence Graduate Barometer 2012“ und bietet deshalb besonders gute Vergleichsmöglichkeiten. In der Pressekonferenz von Benjamin Rohrer, dem Vorsitzenden der Hochschülerschaft, wurde eine bessere Vorbereitung, auf das Berufsleben und eine bessere Betreuung der angehenden Absolventen gefordert. Nur 28,6 Prozent der Studenten fühlen sich ausreichend auf den Beruf vorbereitet. Im EU-Durchschnitt sind es immerhin 49,2 Prozent, also deutlich mehr. Grund genug, um an die Öffentlichkeit zu treten und mehr Unterstützung zu fordern.

Hochschülerschaft reagiert mit weiteren Qualifikationsangeboten

Die Hochschülerschaft hat bereits reagiert und bietet neben dem bereits bestehenden „KarrierePortal“ jetzt auch die Hilfe einer speziellen Akademie für Zusatzqualifikationen an. Hier bilden professionelle Trainer die Studierenden beispielsweise in Rhetorik und Kommunikationstechnik aus, bieten Kurse in Photoshop und Adobe InDesign sowie in Wirtschaftsführung an oder helfen, den Computerführerschein zu machen.

Deutsche Bachelor-Absolventen haben bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Auch der Studienabschluss Bachelor lässt an der Uni Innsbruck zu wünschen übrig. 53,8 Prozent der Studenten streben den Master-Abschluss an – auch hier liegt die Uni Innsbruck deutlich schlechter als der EU-Durchschnitt von 40 Prozent. Rohrer verweist auf das Beispiel Deutschland, wo mit einem Bachelor-Abschluss Zugang zu deutlich höher qualifizierten Arbeitsplätzen gebe als in Österreich. Hierzulande verdient ein Bachelor nur wenig mehr als ein Maturant. Deshalb müsse das Ansehen des Bachelors in der Wirtschaft deutlich gestärkt werden.

Die Studie zeigt noch weitere Schwachpunkte auf. So würden 73 Prozent der Studenten neben dem Studium arbeiten, um die Ausbildung zu finanzieren. Dadurch verlängere sich auch die Studienzeit. Fast 40 Prozent der Studenten beklagt außerdem die Wohnsituation.

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Dieser Beitrag wurde unter Studium abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.