Bildung Qualifiziertes Personal ist Mangelware

In Österreich könnte ein Fachkräftemangel drohen. In Österreich könnte ein Fachkräftemangel drohen. Foto: Shininess / pixelio.de ➧

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo fordert von der Politik mehr Investitionen in die Bildungsreformen des Landes. Hintergrund der Kritik: Es gibt zu wenig qualifiziertes Personal in Österreich.

Österreich zählte im Jahr 2012 zu den einkommensstärksten Ländern in der EU. Um dieses Niveau halten zu können, muss nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts in die Bildungsreformen des Landes investiert werden. Laut Wifo steige die Nachfrage nach Personal mit mittlerer und hoher Qualifikation. Doch der Anteil an Schülern, die nicht einmal ein Mindestkompetenzniveau erreichen, wächst ebenso.

Fachkräftemangel ist Innovationshemmnis

Das Forschungsinstitut führte Untersuchungen auf Unternehmensebene durch. Dabei beobachteten die Forscher, dass in hochentwickelten Volkswirtschaften wie Österreich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften das am häufigsten wahrgenommene Innovationshemmnis ist. Seit 1985 ist der Wertschöpfungsanteil von Branchen, die vergleichsweise gering qualifizierte Arbeitskräfte benötigen wie zum Beispiel die Bekleidungsindustrie oder Gießereien, um rund elf Prozentpunkte gesunken. Demgegenüber stehen Branchen, die Personal mit hohen Qualifikationen benötigen. Hier stieg die Zahl benötigter Fachkräfte auf circa 6,5 Prozentpunkte.

Der Bildungstrend in Österreich ist laut Wifo klar erkennbar. So gibt es immer mehr Schüler, die nicht die Mindestanforderungen erfüllen und immer weniger Schüler, die ein anspruchsvolles Kompetenzniveau erreichen. Zwar sind in den vergangnen Jahren Reformen eingeleitet worden, die doch deren Wirkung wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Doch die Forscher sind sich allerdings einig, dass die Förderung der Qualität des Bildungssystems weiterhin höchste Priorität genießen sollte. So kann die weitere Wirtschaftsentwicklung unterstützt werden. Österreich soll somit den Verbleib unter den einkommensstärksten Ländern der EU und der OECD gesichert werden.

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