Zulassungsbeschränkungen Mehrheit für offenen Hochschulzugang

schloss Die Mehrheit der Studenten hierzulande plädiert für einen offenen Hochschulzugang. Foto: angieconscious / pixelio.de ➧

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) befragte Studierende zu Themen wie Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Ähnlichem. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der ÖH vom Institut für Jugendkulturforschung durchgeführt. Darin befürworten etwa 73 Prozent der Befragten grundsätzlich einen offenen Hochschulzugang. Die Hälfte lehnt Zugangsbeschränkungen komplett ab. Weitere 23 Prozent stimmen ebenfalls für einen offenen Hochschulzugang, sehen aber auch in Zukunft Zugangsbeschränkungen für Pädagogische Hochschulen (PHs), Fachhochschulen (FHs) und Kunstuniversitäten vor. Diese eindeutigen Zahlen nimmt Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH zum Anlass, eine Bestätigung der eingenommenen Position zu sehen und sich gemeinsam mit den Studierenden auch in der folgenden Zeit für einen offenen Hochschulzugang einzusetzen.

Ähnliche Bilanz bei den Studiengebühren

Zum Thema Studiengebühren ergibt sich eine ähnliche Bilanz. Ganz ohne Gebühren würden
22,9 Prozent der befragten Studierenden bei der Hochschulbildung auskommen. An Universitäten und PHs könnten 9,7 Prozent auf Gebühren verzichten. Für die Beibehaltung der bisherigen Regelungen sprechen sich 47,4 Prozent aus. Daraus lässt sich eine gewisse Akzeptanz von Studiengebühren in besonderen Situationen herauslesen, dennoch lehnt es die Mehrheit der Befragten ab, für ihr Studium zu zahlen. Die Einführung von allgemeinen Studiengebühren, nach den Plänen von Minister Töchterle, stößt laut Umfrage bei mehr als Dreiviertel der Studierenden auf Ablehnung.

Zum Nachdenken sollte auch der Umstand anregen, dass ein Drittel der Befragten von einer Unter-Druck-Setzung spricht, geht es um das von den Medien und der Politik gezeichnete Bild von Studierenden in der Öffentlichkeit. Dieses Bild entsteht hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Begriff Mindeststudienzeit. Die jeweils genannte Zahl ist aber lediglich die Angabe der mindestens notwendigen Semester für den Abschluss des Studiums. Darunter ist nicht das Sammeln von guten Noten in möglichst kurzer Zeit zu verstehen. Die Qualität des Studiums äußert sich vielmehr durch die an der Uni verbrachte Zeit.

Beachtung der Studienergebnisse durch die Regierung wird gewünscht

Die Interessen der Studierenden sollten von der Regierung endlich ernst genommen werden, meint Schott. Die Studie zeigt genau, was diese wollen und wo man derzeit steht. Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen finden keine Zustimmung. Der Wunsch nach Flexibilität bei der Studienwahl wird bis jetzt nicht erfüllt. Das Interesse am Fach ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Studienganges. Der Ausbau der Studienberatung ist ein sinnvoller und bedeutender Schritt.

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Dieser Beitrag wurde unter Studium abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.