Ärztemangel Medizinquote zur Sicherung des Ärztebedarfs

Medizin-Quote Um weiterhin eine gute medizinische Versorgung in Österreich gewährleisten zu können, müssen genügend Mediziner ausgebildet werden, die auch in Österreich praktizieren. Foto: Halina Zaremba / pixelio.de ➧

Im Herbst wird von der EU-Kommission über die Verlängerung der Medizinquote entschieden. Auf Anfrage wurde bekannt gegeben, dass die Zeit gebraucht würde, um die von Österreich präsentierte Studie über Ärztemangel zu analysieren.

Offenbar wird die EU-Kommission erst im Herbst eine Entscheidung über die Verlängerung der Medizin-Quotenregelung in Österreich treffen, dass dies aber schon im September der Fall sein werde, sei zu bezweifeln, wurde auf Anfrage der Austria Presse Agentur (APA) mitgeteilt. Die Kommission benötige Zeit zur Analyse der von Österreich präsentierten Studie über den Mangel an Ärzten. Die EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou sei jedenfalls einer Verlängerung gegenüber aufgeschlossen.

Unterstützung für Österreich bereits im Mai bekannt gegeben

Bereits im Mai hatte Vassiliou eine Erklärung gegenüber der APA abgegeben, dass sie Österreich in seinem Bestreben um das Erreichen einer Verlängerung der Medizin-Quotenregelung unterstützen werde. Im November dieses Jahres läuft das derzeitige Moratorium aus. Von der EU-Kommission wurde im November 2007 das Fünf-Jahres-Moratorium zur Aussetzung eines möglichen Vertragsverlängerungsverfahrens wegen der Quotenregelung gewährt. Von Österreich wird nun eine Verlängerung bis 2016 angestrebt.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) sieht in der letzte Woche veröffentlichten Ärztebedarf-Studie weiterhin ein wichtiges Ergebnis für die notwendige Argumentation bei der EU-Kommission. Aus der Studie lasse sich erkennen, dass zwar die Ausbildung von genug Medizinern in Österreich erfolge und das Land dadurch an der Spitze Europas stehe, doch man müsse auch dafür Sorge tragen, dass von den fertig ausgebildeten Ärzten möglichst viele im Land bleiben.

Quotenreglung gilt in den Fächern Zahn- und Humanmedizin

Die Quotenregelung wurde für die Fächer Human- und Zahnmedizin eingeführt. Sie legt fest, dass für Inhaber österreichischer Reifezeugnisse die Reservierung von 75 Prozent der Studienplätze vorgesehen ist, 20 Prozent der Plätze entfallen auf EU-Bürger und fünf Prozent auf Nicht-EU-Bürger.

In der vergangenen Woche erklärte Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) anlässlich eines Besuchs in Brüssel, dass sich eine Verlängerung bei der Mediziner-Quote abzeichne. Sie selbst sprach sich gegen Quoten aus. Solche seien keine Lösung, sondern lediglich als Übergangsregelung geeignet. Aus Mangel an Alternativen wird die Kommission allerdings die Quotenregelung verlängern.

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