Lehramt Immer weniger Lehrer werden an der TU Wien ausgebildet

schule "Schule beginnt" - das wird es an der TU Wien für immer weniger Studenten heißen. Die Hochschule möchte die Lehramtsstudiengänge nach und nach ganz aus ihrem Angebot streichen. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de ➧

An der TU Wien wird das Lehramtsstudienangebot von fünf Studiengängen auf einen reduziert. Dieser soll auch nur zeitlich begrenzt weiter geführt werden. Die TU will so ihr Studienangebot profilieren, heißt es in der Leistungserbringungsvereinbarung.

Zukünftig wird es an der Technischen Universität Wien (TU Wien) nur noch den Lehramtsstudiengang „Darstellende Geometrie“ geben. Die anderen vier Studiengänge, die bisher angeboten wurden, laufen aus. Darunter fallen die Lehrämter Mathematik, Physik, Chemie und Informatik. Den aktiven Studierenden dieser Fächer soll allerdings ein angemessener Zeitraum für den Abschluss ihres Studiums zugestanden werden.

Die TU will die Lehramtsstudiengänge komplett aus ihrem Angebot streichen. Deshalb wird das Studium „Darstellende Geometrie“ auch nur so lange weitergeführt, bis die Universität Wien ein passendes Ausweichangebot für die Studierenden geschaffen hat.

Das Ziel der Streichungen wird in der „Leistungserbringungsvereinbarung 2013 bis 2015“ der TU Wien als Profilierung des Studienangebotes bezeichnet. Mit 919 Studenten im Wintersemester 2011/12 ist der Anteil der Lehramtsstudierenden gemessen an der Gesamtstudierendenzahl von rund 27.000 Studenten sehr gering.

Änderungen bei Master- und Massenstudiengängen

Neben den auslaufenden Lehramtsstudiengängen sind weitere Veränderungen im Masterangebot und bei den Massenstudiengängen Architektur und Informatik an der TU Wien geplant. Die Zahl der angebotenen Masterstudiengänge soll verringert, gleichzeitig aber flexibler werden. Außerdem soll die Betreuungssituation in den Massenstudiengängen Architektur und Informatik verbessert werden. Zu den diesbezüglichen Maßnahmen zählt die Aufstockung des Lehrpersonals und eine Begrenzung der Studienplätze in den beiden Fächern.

Bei einer Kapazität von knapp 1.500 Informatikstudienplätzen bei einem angemessenen Betreuungsverhältnis liegt die reelle Zahl bei über 3.200 Studenten. In der Architektur sieht es ähnlich aus. Hier ständen eigentlich nur rund 1.600 Plätze zur Verfügung. Momentan sind allerdings über 3.700 Studenten für Architektur eingeschrieben.

Weitere Änderungen an der TU Wien wird es hinsichtlich der Finanzierung geben. Es soll mehr private Projektfinanzierungen geben. Dazu wurde eine Alumni-Organisation neu formiert. Derzeit finanziert sich die TU Wien aus 611 Millionen Euro vom Wissenschaftsministerium und voraussichtlich 39 Millionen Hochschulraumstrukturmitten.

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