Immer mehr studieren ohne Matura

Lernen in der Bibliothek Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Zahl der Studenten, die ohne Matura studieren, verdoppelt. Foto: Marcel Klinger / pixelio.de ➧

In der Regel gilt die Matura als Voraussetzung für ein Studium. Doch dem ist längst nicht mehr immer so: In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der Studierenden, die nicht über diesen klassischen Bildungsweg eine Studienberechtigung erwerben, auf zehn Prozent verdoppelt, wie das Institut für Höhere Studien bei einer Erhebung feststellte.

Die Art der Studienberechtigung ist dabei ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl der Hochschule. Die Mehrheit der Studienanfänger mit Matura, Berufsreifeprüfung oder Externistenmatura zieht es an die Unis, wohingegen Studienanfänger mit „nicht-traditioneller“ Zugangsberechtigung eher eine Fachhochschule oder Pädagogische Hochschule besuchen.

Alternativen zur Matura

Neben dem Erwerb der Matura gibt es die Möglichkeit, mithilfe der Berufsreifeprüfung oder nach einer bestandenden Studienberechtigungsprüfung zu studieren. Auch das externe Ablegen der Matura ist möglich und verhilft zur Studienberechtigung. Interessant ist allerdings, dass von den Studenten mit Matura etwa 45 Prozent spätestens nach sechzehn Semestern ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Mit Berufsreifeprüfung sind es immerhin noch 37 Prozent, wogegen bei der Externistenmatura und den Studenten, die eine Berechtigungsprüfung abgelegt haben, nur noch etwa 30 Prozent ihr Studium erfolgreich abschließen.

Je nach Bundesland ist ein Master-Studium für Interessierte mit Berufserfahrung auch ohne vorherigen Bachelor-Abschluss möglich. Sie werden etwa für ein Probestudium zugelassen, was sie nach erfolgreichem Absolvieren zum Studium berechtigt. Auch das Bestehen der Begabtenprüfung kann den uneingeschränkten Hochschulzugang ermöglichen.

Unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen

Wer ohne Matura studieren möchte, tut gut daran, sich bei den einzelnen Hochschulen nach den Zulassungsbedingungen zu erkundigen. Sie sind von den Hochschulgesetzen der einzelnen Bundesländer abhängig und daher sehr unterschiedlich. Es kann also durchaus sein, dass in einem Bundesland die Zulassung möglich ist, in einem anderen dagegen nicht. Auch Fernstudiengänge erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. So können die Studenten weitgehend von zu Hause aus studieren und brauchen nicht ständig an der Hochschule präsent zu sein – ideal also, wenn das Studium neben dem Job absolviert werden soll.

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