Studiengebühren Hälfte der Studenten mit Uni-Gebühr zufrieden

Studiengebühren sind weiterhin ein Streitthema in Österreich. Studiengebühren sind weiterhin ein Streitthema in Österreich. Foto: Thomas Klauer / pixelio.de ➧

Die Studiengebühren sind umstritten. Einerseits werden sie gebraucht, um die Kosten der Universitäten anteilig zu decken, zum anderen dienen sie auch dazu, ausländische Studenten stärker an den Kosten zu beteiligen. Auch die „langsamen“ Studenten, die mit ihrem Studium nicht in der üblichen Zeit fertig werden, sollen so belastet werden.

Studiengebühren sind der Hochschülerschaft ein Dorn im Auge. Insbesondere finanziell nicht gut gestellten Maturenten wird der Weg zum Studium verstellt.

Im Rahmen der Studie „Studieren in Österreich 2012“ wurden die Studenten nach ihrer Meinung gefragt. Immerhin die Hälfte der Studenten signalisierte Zustimmung zu der derzeitigen Regelung der Studiengebühren und ist auch damit einverstanden, dass ausländische Studenten und länger Studierende mehr zahlen müssen. Sie wünschen sich die Beibehaltung der derzeitigen Regelung.

Die andere Hälfte der Studenten ist gespalten in Befürworter und Gegner der Studiengebühr. Die Befürworter der Einführung flächendeckender Studiengebühren – derzeit steht die Erhebung von Studiengebühren noch den einzelnen Universitäten zu – halten sich mit denen die Waage, die für eine totale Abschaffung dieser Gebühren sind.

Interessant ist auch das Ergebnis, dass immerhin vierzig Prozent der Studenten nur ihr Wunschfach studieren wollen. Falls das nicht möglich sein sollte, würden sie auf ein Studium verzichten. Dazu passt auch, dass sie als wichtigsten Grund für die Wahl des Studienfachs das Interesse daran angeben. Die späteren Aussichten auf einen guten Job werden erst an achter Stelle der Auswahlkriterien genannt.

Es könnte deshalb problematisch werden, die Studentenströme künftig stärker zu lenken. Leicht könnte es geschehen, dass auf ein Studium verzichtet wird, wenn es nicht den eigenen Wünschen entspricht. Dann würden Lenkungsmaßnahmen, etwa über Studiengebühren, ins Leere laufen. Knapp die Hälfte der Studenten ist ohnehin für einen völlig freien Hochschulzugang, und weitere zwanzig Prozent könnten sich mit partiellen Zugangsbeschränkungen anfreunden. Nur ein knappes Drittel würde flächendeckende Beschränkungen befürworten.

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