Erasmus-Semester Auslandsaufenthalte sehr gefragt

Auslandssemester Auslandssemester gehören heute für viele Studenten zum Standard. Beliebtestes Ziel ist dabei Spanien. Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de ➧

Auslandsaufenthalte sind bei den Studenten heiß begehrt. So hat ein Fünftel der Studenten schon einmal ein Auslandssemester absolviert. Das beliebteste Ziel für die Studenten ist Spanien.

Der Zusatzbericht der Studierenden-Sozialerhebung zur „Internationalen Mobilität“ zeigt, dass weibliche, jüngere und sozial bessergestellte Studenten mehr studienbezogene Auslandsaufenthalte absolvieren, als ihre männlichen, älteren und ärmeren Kommilitonen.

So hat in Österreich ein Fünftel der Studenten bereits ein Auslandssemester bzw. ein -praktikum absolviert. Dabei ist häufig Spanien das Zielland von den Studenten. Das wichtigste Mobilitätsprogramm ist hingegen das Förderprogramm „Erasmus“. Es deckt zwei Drittel der Auslandsstudenten ab.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) bestätigte schon jetzt, dass Österreich das Bologna-Ziel einer Mobilitätsquote von 20 Prozent bis 2020 bereits locker erfülle. Die Fördermaßnahmen dafür umfassen den Weiterbezug der Studienbeihilfe im Ausland, Reisekostenzuschüsse und Mobilitätsstipendien.

Studentinnen haben größeren Auslandswunsch

Bei den Studentinnen liegt der Wunsch nach einem Auslandsaufenthalt höher als bei ihrem männlichen Kommilitonen. So haben circa zehn Prozent der Studentinnen schon einmal ein Auslandssemester absolviert. Bei den Studenten sind es hingegen nur acht Prozent. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Mobilität. Studenten aus niedrigen sozialen Schichten gehen seltener ins Ausland als Studenten aus besser etablierten Elternhäusern. In der gehobeneren Schicht ist die Bereitschaft zur Mobilität deutlich höher. Sie liegt hier bei circa 12 Prozent.

Auch die Wahl des Gastlandes wird anscheinend von Geschlecht und sozialer Herkunft beeinflusst. Die Auslandssemester werden von Frauen deutlich häufiger in südeuropäischen Ländern und Frankreich absolviert als von Männern. Männer hingegen bevorzugen die nordeuropäischen Länder und außereuropäische Ziele wie die USA und Asien. Auffällig ist zudem, dass Studierende aus niedriger Schicht etwas häufiger Auslandssemester in englischsprachigen Ländern absolvieren, als Studierende aus hoher Schicht. Diese wiederum gehen häufiger in die Staaten außerhalb Europas.

Studierende an Vollzeit-Fachhochschulen (FH) sind unter allen Studenten am mobilsten. Dahinter liegen die Studenten an den wissenschaftlichen Unis. Es folgen die Studenten der Kunstunis. Am schlechtesten schneiden die Studenten an berufsbegleitenden FH-Studiengängen ab. Angehenden Lehrer an den Pädagogischen Hochschulen studieren am seltensten an ausländischen Hochschulen.

Am häufigsten werden Auslandssemester hingegen von Studenten der Theologie, Geistes- und Sozialwissenschaften absolviert. Auslandspraktika machen vor allem von Medizin-, Veterinärmedizin-und Technikstudenten.

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