Hochschule für Alle? OH gegen Zugangsbeschränkungen

Schranke Beschränkungen sind keine Lösung: Dieser Ansicht ist die HochschülerInnenschaft. Foto: Marianne J. / pixelio.de ➧

Gut ausgebildete Fachkräfte sind gefragt wie nie. Wenn es aber darum geht, ihnen an den Universitäten ausreichende Ausbildungsmöglichkeiten zu verschaffen, dann bleiben die Studenten im Regen stehen. Die den Universitäten zugebilligten Mittel reichen bei Weitem nicht aus, den Studierenden angemessene Bedingungen zu bieten. Überfüllte Hörsäle sind nur ein Zeichen der Misere.

Die Antwort der Regierung auf die Probleme der Unis besteht in der Zulassung von Studienbeschränkungen. Derzeit sind diese bei 19 Fächern geplant. Sollte es tatsächlich zu Beschränkungen kommen, erwartet die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), ein Ausweichen auf verwandte Fächer mit der Folge, dass auch diese bald von der Überfüllung betroffen sein werden. Bis 2021 sei sogar mit flächendeckenden Zulassungsbeschränkungen zu rechnen.

ÖH kritisiert Zulassungsbeschränkungen

Die ÖH warnt aufgrund der geplanten Regelung vor einem gravierenden Einbruch bei den Studentenzahlen. Für viele Studenten sei nicht nur ausschlaggebend, welches Fach sie studieren könnten, sondern auch der Ort, an dem sie studieren. Die Vertretung der Studenten bezeichnet es als eine glatte Lüge, wenn behauptet würde, dass die Zulassungsbeschränkungen keinen derartigen Effekt haben würden. Denn nur wenige Studenten könnten sich das Ausweichen auf andere Studienplätze erlauben. Auswärtiges Wohnen sei für sie zu teuer. Für viele Studenten werde damit das Wunschstudium oder überhaupt das Studium ein Ding der Unmöglichkeit. Zwei Fraktionen innerhalb der ÖH, die Grünen und die Alternativen Studentinnen (GRAS) wissen gar zu berichten, dass die flächendeckenden Zulassungsbeschränkungen von den Regierungsparteien durchaus als Mittel angesehen werden, den Zugang zu höherer Bildung zu beschränken. Die getroffenen Maßnahmen seien deshalb eigentlich ein „Kürzungsprogramm“ für die höhere Bildung, die an den Hochschulen vermittelt werde.

Doppelte Hürde: Orientierungsphase und Beschränkung

Die ÖH kann auch nicht nachvollziehen, dass die jetzt obligatorische Studieneingangs- und Orientierungsphase StEOP, die durch umfassende Information einem Studienabbruch vorbeugen soll, auch bei den Fächern mit Zulassungsbeschränkungen durchlaufen werden muss. Das sei eine doppelte Hürde, warnt der Verband. Bei den Studenten, die wüssten, welches Fach sie studieren wollten, sei sie nicht erforderlich und würde nur die Studienzeit verlängern.

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