Studiengang Uni Wien: Imam-Studium startet voraussichtlich 2015

Imam Imame sollen ab 2015 auch in Österreich ausgebildet werden können. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de ➧

Der Ruf zur Einführung eines islamisch-theologischen Studiums in Österreich wird immer lauter. Im Jahre 2015 könnte es nun soweit sein. Die Planungen dazu nehmen langsam Gestalt an.

Schenkt man Heinz Faßmann als Vizerektor der Uni Wien Glauben, dann kann ab 2015 ein islamisch-theologisches Studium in Österreich absolviert werden. Dieses bildet die Basis der Imamenausbildung. Weiter wurden bereits vom „Dialogforum Islam“ ein Handbuch zum Moscheebau sowie eine Ombudsstelle für „radikalisierte Jugendliche“ in Aussicht gestellt. Zwar sind noch keine öffentlichen Gelder für das hoffentlich bald angebotene Islamstudium freigegeben, doch man ist guter Dinge, dass die Einrichtung des Studienganges in den nächsten Jahren erfolgen kann. Für die Erstellung des Studienplans nimmt 2013 eine Plattform ihre Arbeit auf. Zwölf Monate später ist eventuell bereits das Ausschreiben von Professuren möglich. Momentan läuft die Suche nach geeigneten Personen für die anstehenden Aufgaben. Sie gestaltet sich schwierig, da die Fachkräfte für dieses Gebiet derzeit ebenfalls in der Ausbildung stecken. Auch müssten erst die benötigten Ressourcen sicher gestellt werden.

Überarbeitung der Schulbücher gewünscht

Das „Dialogforum Islam“ regt außerdem zum Überarbeiten der Schulbücher für Muslime an. Damit soll die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) betraut werden. Sie wünscht sich eine friedliche, harmonische und gesunde Gesellschaft in Österreich. Um das Ziel zu erreichen, investiere man schon heute in die Ausbildung von Frauen- und Dialogbeauftragten. Die eingangs erwähnte Ombudsstelle ist gleichfalls ein Vorschlag der IGGiÖ. Sie soll nicht nur den Familien von Jugendlichen mit einer extremen Gesinnung offen stehen, sondern ebenfalls den Betroffenen von Islamfeindlichkeit.

Neugestaltung des Islamgesetzes erfährt wieder ein wenig Konkretisierung

Durch die Zukunftspläne rückt auch die Neugestaltung des Islamgesetzes wieder ein wenig näher. Seit der letzten Novellierung sind 100 Jahre vergangen. Eine rechtliche Absicherung erhalten unter anderem die Speisevorschriften, die Friedhöfe, die Seelsorge und endlich auch die Imameausbildung. Alle Differenzen sind noch nicht beseitigt. Die Verantwortlichkeit für eine Überarbeitung liegt beim Kultusministerium. Eine Beteiligung hat weiterhin das Staatssekretariat zugesagt.

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