WU Wien Rektor will Studierendenzahl beschränken

Wirtschaftsuni Wien An der WU Wien werden wahrscheinlich die Studienplätze für die Masterstudiengänge beschränkt. Foto: Geiserich77/wikimedia/cc-by-sa3.0 ➧

Auf Grund der hohen Bewerberanzahl für verschiedene Studiengänge an der WU, will der Universitätsrektor nun die Studienplätze begrenzen.

Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) platzt aus allen Nähten. Obwohl die Inskriptionsfrist noch nicht abgelaufen ist, liegen für die deutschsprachigen Masterstudiengänge bereits zehnmal mehr Anmeldungen vor, wie Studienplätze zur Verfügung stehen. Jetzt hat der Rektor der WU, Christoph Badelt, erneut die Notbremse gezogen und den so genannten „Notfallparagrafen“ für seine Universität beantragt. Das würde ihm die Möglichkeit in die Hand geben, die Anzahl der Studienplätze zu beschränken. Nur so sieht er die Möglichkeit, den Studierenden einigermaßen vertretbare Studienbedingungen bieten zu können.

Pikant ist, dass der Antrag auf Anraten des Wissenschaftsministers Karlheinz Töchterle (ÖVP) gestellt wurde. Dieser versucht offenbar dadurch Druck auf den Koalitionspartner SPÖ auszuüben, um mehr Geld für die Hochschulfinanzierung lockermachen zu können. Ob dies gelingt, erscheint aber fraglich. Schon einmal, im Jahre 2009, hatte die WU einen derartigen Antrag gestellt. Er war damals an der fehlenden Zustimmung der SPÖ gescheitert.

WU braucht mehr Geld

Allerdings hatte Badelt die Ablehnung damals zum Anlass genommen, um sich zusätzliche Geldmittel für den Studienbetrieb zu erstreiten – mit Erfolg. Sechs Millionen zusätzlich musste der Bund an die WU zahlen. Damit konnte sie die Kapazität beim Bachelorstudium ausbauen. Doch jetzt steht sie vor der gleichen Situation bei den Masterstudiengängen. Im Vorjahr gab es knapp 1050 Masteranfänger. Diese Zahl soll jetzt auf 700 zurückgeschraubt werden. Ob Badelt bei einer erneuten Ablehnung des Antrags auf Zulassungsbeschränkung wieder vor Gericht zieht, ist derzeit noch offen. Jedenfalls will er nicht zusätzliches Öl ins Feuer gießen. Immerhin sind die Verhandlungen über die Finanzierung der Universitäten für die Jahre 2013 bis 2015 noch nicht abgeschlossen. Auch im Rahmen dieser Verhandlungen könnte man schließlich der WU entgegenkommen und ihr die Mittel bewilligen, damit sie die benötigten 330 Studienplätze finanzieren und den höheren Ansturm der Master-Studenten bewältigen kann.

Für Wissenschaftsminister Töchterle wäre die Einführung genereller Zugangsregelungen die vernünftigste Lösung, wenn diese gleichzeitig mit einem Ausbau der Kapazitäten verbunden werden könnte.

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