TU Wien Studium weiter kostenlos

Sparen Studenten und ÖH freuen sich: Das Studium an der TU Wien bleibt kostenlos. Foto: Benjamin Thorn/ pixelio.de ➧

 Die Abstimmung über die neuerliche Studiengebührenerhebung an der Technischen Uni Wien ab Herbst 2012 ergab: für Studenten bleibt das Studium an der TU Wien weiterhin kostenfrei. Die Erhebung von Studiengebühren wurde mit überwiegender Mehrheit abgelehnt.

Bei der Abstimmung über eine Studiengebührenerhebung ab Herbst 2012, entschied der Senat entgegen dem Antrag des Rektorats der TU Wien. Insgesamt 19 Senatsmitglieder lehnten den Antrag ab, nur sieben sprachen sich für die Erhebung von Studiengebühren aus.

Keine hohen Forderungen

 Nachdem die Studiengebührenregelung der Unis durch den Verfassungsgerichtshof gekippt und, aufgrund mangelnder Einigung bei den Regierungsparteien, das Sommersemester in Österreich komplett kostenfrei war, dürfen die Unis ab Herbst autonom Gebühren erheben.

Forderung der TU Wien war, Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger Gebühren einführen zu dürfen, sowie für Studenten, die die Mindeststudienzeit um mehr als zwei Semester überschritten hatten. Nach dem Entscheid des Senats bleibt das Studium nun für alle Studenten kostenfrei.

Schwierige finanzielle Lage

Rektorin Sabine Seidler ist mit der Entscheidung unzufrieden. Die TU Wien habe ohnehin finanzielle Probleme, die sich durch den Wegfall der Einnahmen durch Studiengebühren nicht verbessern würden. Zwar konnte das Minus von 18,6 Millionen Euro im Jahr 2010 ein Jahr später auf 3,3 Millionen Euro verringert werden, doch weitere Verbesserungen seien aufgrund der fehlenden Studiengebühren laut Seidler nicht möglich.

Die Österreichische HochschülerInnenschaft, die die Interessen der Hochschüler und Hochschülerinnen vertritt, war sehr erfreut über die Entscheidung. Die Studentenvertreter wiesen zudem darauf hin, dass mit der Entscheidung auch finanzieller Schaden von der Uni abgewendet worden sei. Sie hätte nämlich viele Studiengebühren zurückstellen müssen, weil Klagen zu befürchten gewesen wären.

In den kommenden Wochen müssen noch acht weitere Unis über die Erhebung autonomer Studiengebühren entscheiden. Bereits Ende April hatte sich die größte Hochschule Österreichs, die Uni Wien, für die Erhebung von Studiengebühren entschieden.

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