Studiengebüren „Hello again“: Studiengebühren auf dem Vormarsch

Uni Graz Hauptgebäude Auch die TU Graz hat sich für Studiengebüren entschieden. Foto: Dr. Marcus Gossler/wikimedia/cc-by-sa3.0 ➧

In Österreich werden wieder Studiengebühren eingeführt. Eine Obergrenze von 500 Euro pro Semester ist gesetzt. Die Universität Wien schreitet ohne zu zögern voran und kassiert bei einem Teil der Studenten ab.

 Laut Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle ist es den österreichischen Universitäten ab Herbst möglich Studiengebühren einzuheben. Es ist den Universitäten allerdings selbst überlassen, ob sie Gebühren erheben und wenn ja, in welchem Umfang. Eine Obergrenze wird den Unis jedoch bei 500 Euro pro Semester gesetzt. Die Universität Wien kam diese Entscheidung zu Gute und auch andere Universitäten ziehen nach.

Die Wiedereinführung der Studiengebühren für Langzeitstudenten ist für Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger nur „ein erster Schritt“. Er ist der Meinung, dass man ohne Beiträge der Studierenden nicht auskommen werde. Bundeskanzler Werner Faymann hingegen kann sich eine Reparatur der vom Verfassungsgerichtshof aufgehobenen Studiengebühren für Langzeitstudenten vorstellen. Er betonte, dass die von der Uni Wien beschlossenen Gebühren lediglich jene Studenten umfassen, die auch nach der Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren 2008 noch Beiträge zu zahlen hatten.

Ein Großteil der Unirektoren hat bereits angekündigt, im Wintersemester Studiengebühren einzuheben. So haben sich inzwischen die Rektorate der Uni Innsbruck, der Technischen Uni Graz sowie der Medizinuni Wien für einen Antrag an den Senat entschieden.

An der Montanuniversität Leoben entschied sich das Rektorat unterdessen, keinen Antrag auf autonome Einführung von Studiengebühren zu stellen.

Der Senatsvorsitzende Helmut Fuchs gestand, dass der Universitätsleitung die Entscheidung schwer gefallen ist. Man hatte letztendlich keine andere Wahl, da durch die wegfallenden Studienbeiträge neun Millionen Euro fehlen. Im Senat haben sich nach Angaben aus dem Gremium zwölf Mitglieder für die Wiedereinführung ausgesprochen und fünf waren dagegen.

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