Zu wenige Abschlüsse Uni Wien will Doktorat fördern

Doktorat Förderung Doktorat-Förderung soll an Wiener Universität verbessert werden ➧

Die Uni Wien will die Doktoranden-Förderung verbessern. Vor allem die Diskrepanz zwischen den eingeschriebenen Doktoranden und denen, die tatsächlich diesen Abschluss machen, gibt zu denken. So sind derzeit etwa 10.000 Studenten für ein Doktoratsstudium eingeschrieben, jedoch schaffen lediglich 450 pro Jahr ihren Abschluss.

Schon bisher bietet die Uni Wien den Doktoranden verschiedene Möglichkeiten der Förderung. So haben etwa 1.700 Studierende eine Prädoc-Stelle, sie sind somit befristet auf drei Jahre an der Uni tätig und ab dem zweiten Studienjahr auch in die Ausbildung eingebunden. Dazu kommen noch die vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Doktoratskollegs mit weiteren 140 Plätzen; auch hier sind die Studierenden bei der Uni angestellt.

Eine weitere Förderung erfolgt über die zurzeit bestehenden Initiativkollegs, in denen mehrere Doktoranden betreut werden.

Prädoc-Stellen sollen erhalten bleiben

Die beiden Fördermöglichkeiten in der Form von Prädoc-Stellen und Doktoratskollegs sollen auch weiterhin bestehen bleiben. Doch an die Stelle der Initiativkollegs soll künftig eine verstärkte individuelle Förderung angeboten werden. Zunächst will die Uni 50 bis 70 Doktoranden fördern – je nachdem, wie weit man mit den dafür vorgesehenen Geldern kommt.

Noch nicht klar ist, wie die individuelle Förderung finanziell gestaltet werden kann. Erfolgt auch sie in der Form einer Anstellung, oder werden lediglich Stipendien vergeben? Und wie soll die Auswahl der Studierenden erfolgen, die in den Genuss dieser Förderung kommen? Diese Fragen sollen in den nächsten Monaten geklärt werden.

Inhaltlich dagegen soll es deutliche Veränderungen geben. Während heute beispielsweise das Thema der Dissertation in der Regel vorgegeben wird, soll den Doktoranden hier eine größere Freiheit eingeräumt werden, um eigene Themen einbringen zu können. Man will den jungen Wissenschaftlern auch hier mehr Eigeninitiative zutrauen. Das Potenzial dazu sei vorhanden, meint die Vizedirektorin der Uni Wien, die die neue Fördermöglichkeit vorstellte.

Die individuelle Förderung soll auch dazu führen, dass die Studenten nicht an der Dissertation scheitern, weil sie dabei auf sich gestellt bleiben.

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